Chiang Mai, Pai und Chiang Rai: Der Norden Thailands

26.01.2020 – 10.02.2020


Da wir China wegen des Coronavirus früher als geplant verlassen wollten, beschlossen wir spontan nach Thailand weiterzureisen. Es stand sowieso auf unserer Liste, und es war einfach, nach Thailand einzureisen, da man kein Visa braucht. Wir begannen also, Flüge zu verschiedenen Städten in Thailand zu vergleichen und entschieden uns dann aufgrund des halbwegs günstigen Preises für Chiang Mai. Eine Kollegin hatte mir diese Stadt im Norden Thailands empfohlen und so sehr davon geschwärmt, dass ich sie gleich auf meine Liste mit den Must-sees setzte. Wir waren zwar ein bisschen traurig darüber, dass wir China viel früher als geplant verlassen würden, freuten uns aber auch sehr darüber, endlich ins Warme zu kommen. Im Vergleich zu Temperaturen um den Gefrierpunkt in Peking hatte es in Chiang Mai angenehme 28 Grad.

Die Hitze schlug uns auch direkt entgegen als wir den Flughafen verließen. Wir landeten erst abends, trotzdem hatte es noch angenehme 25 Grad. Herrlich, besonders nachdem wir Peking bei 4 Uhr morgens bei eisigen -6 Grad verlassen haben. Das erste was mir in Thailand auffiel war der wahnsinnige Verkehr. Alle fahren wie sie wollen, zumindest machte es auf mich den Eindruck. Obs Regeln gibt weiß ich nicht, Hinweis- und Gefahrenschilder hab ich aber kaum gesehen. Zebrastreifen gibts zwar, interessieren aber die wenigsten. Außerdem ist es ganz normal, dass 12-jährige Roller fahren, oft gemeinsam mit 2-3 Klassenkameraden auf einem Gefährt. Auch ganze Familien inkl. Hund werden auf Scootern transportiert. Die Straße zu überqueren ist immer noch jedes Mal ein kleines Abenteuer und ich bin jedes Mal froh, wenn ich heil am anderen Ende ankomme.

Chiang Mai gefiel mir richtig gut. Überall gibt es nette Cafés und Restaurants, in denen man richtig gut und sehr günstig essen kann. Die meisten Gerichte kosten unter 2€ und in einigen Restaurants gibts sogar gratis Wasser. Außerdem gibt es in Chiang Mai unzählige Tempel, die alle irgendwie gleich ausschauen und trotzdem so unterschiedlich, dass man sie alle besichtigen muss.

Besonders am Abend erwacht die Stadt zum Leben, wenn die Garküchen angeheizt werden und die Night Markets ihre Pforten aufsperren. Der Night Market in der Wua Lai Walking Street war eins meiner Hightlights in Chiang Mai, ich hab dort das beste Pad Thai gegessen und das nur für 1,50€. 

Auch der Night Bazaar ist wirklich cool und einen Besuch wert. Von kitschigen Souveniers über Schlapfen in Fischform bis hin zu Gewürzen und wunderschönen Essstäbchen findet man dort so gut wie alles.

Endlose Zwiebelfelder
Endlose Zwiebelfelder

Nach Chiang Mai ging es für uns weiter ins Norden ins kleine Städtchen Pai. Besonders unter Backpackern gilt es als Must-do und so machten uns auch wir im Minivan auf den Weg dorthin.  Für die kurvige Straße (762 Kurven an der Zahl) braucht man einen starken Magen, dafür wird man aber mit einer wunderbaren Aussicht über den Dschungel belohnt. 

In Pai angekommen schnappten wir und gleich einen Roller und flitzten los. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es so gut wie keine und die meisten Sehenswürdigkeiten sind nur mit dem Scooter erreichbar. Schon die Aussicht über die Zwiebelfelder ist super schön und nach dem touristischen Trubel in Chiang Mai tat es gut, etwas Natur zu sehen. Der nette Typ, der uns den Roller geliehen hat, hat uns auch gleich verraten, wo die Polizei gerne kontrolliert und so haben wir uns, um diese Kontrollen zu umgehen, hauptsächlich auf Schotterstraßen bewegt. So haben wir auch gleichzeitig viel mehr von der Landschaft gesehen.

Unsere Unterkunft: Das Pai Phu Fah Ressort
Unsere Unterkunft: Das Pai Phu Fah Ressort
Sonnenaufgang in Pai
Sonnenaufgang in Pai

Am nächsten Tag standen wir super früh auf und fuhren zu einem Aussichtspunkt, um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt, denn die Aussicht war echt schön. Danach stärkten wir uns mit Kaffee und gebratenen Nudeln für den Tag und fuhren anschließend mit dem Roller weiter zu den Hot Springs, einer Warmwasser-quelle, in der man auch baden konnte. Wir hatten Glück, dass wir so früh dort waren, denn um 12 als wir weiterfuhren war es schon komplett überlaufen.

Letzter Punkt für diesen Tag war die Lod Cave, eine Höhle etwas weiter außerhalb von Pai. Das war nicht wirklich mein Ding; die enge Höhle und das Fehlen von Tageslicht ließen mich etwas klaustrophobisch werden. Eine riesige Höhlenspinne die wir drinnen entdeckten gab mir den Rest und ich wollte nur noch raus. Zum Glück hatten wir nur die mittlere Tour gebucht und so blieb mir die dritte und letzte Höhle erspart. 

Pai Canyon
Pai Canyon

Ansonsten verbrachten wir in Pai auch viel Zeit damit, unsere Unterkunft zu genießen und auf der Terrasse zu lesen. Eine Attraktion hatten wir uns für den letzten Tag aufgehoben: den Pai Canyon. Eigentlich wollten wir am letzten Abend in Pai den Sonnenuntergang dort ansehen. Leider waren wir mit dieser Idee aber nicht allein. Ungefähr jeder Backpacker in Pai schien sich an diesem Abend am Canyon versammelt zu haben. Das war uns zu viel Getummel und wir drehten nach ein paar Metern wieder um. Stattdessen fuhren wir zu einer Sunset Bar und genossen den Sonnenuntergang bei einem Bier. Wir beschlossen, am nächsten Tag in der Früh zum Canyon zu fahren, und tatsächlich war es fast leer. Nur eine Hand voll Touristen und wir waren dort und wir konnten in Ruhe die Aussicht genießen. 

Nach Pai ging es für 2 Tage zurück nach Chiang Mai. Wir hatten bei unserem ersten Aufenthalt von einem Flower Festival gehört, dass in der Stadt stattfinden soll. Da wir leider schon das Chinesische Neujahrsfest verpasst hatten wollten wir uns dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen. Es war auch wirklich sehenswert, ein großer Park war komplett mit Blumen dekoriert und am nächsten Tag in der Früh sahen wir sogar noch die Eröffnungsparade bevor wir nach Chiang Rai aufbrachen.

Flower Festival in Chiang Mai
Flower Festival in Chiang Mai

Chiang Rai hab ich persönlich als nicht besonders spektakulär empfunden. Der weiße Tempel ist zwar schön und beeindruckend, aber die Stadt selbst war für mich nicht so spannend. Umso besser hat mir aber das Katzencafé gefallen, in dem wir dann auch ziemlich viel Zeit verbrachten. Eine der Katzen kletterte sogar auf meinen Schoß und blieb dort schnurrend für über eine Stunde liegen. Chiang Rai war die (vorerst) letzte Stadt in Thailand, die wir besuchten. Danach ging es für uns weiter nach Laos.

Katzencafé in Chiang Rai
Katzencafé in Chiang Rai
Mit dem Scooter die Landschaft um Pai bewundern
Mit dem Scooter die Landschaft um Pai bewundern
Die Straßen von Chiang Mai
Die Straßen von Chiang Mai
Strohhütten in Pai
Strohhütten in Pai

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